Etablierte Medien im Aufwind

Geringes Vertrauen in Online-Werbung

Berlin, 13. Dezember 2016 – Im postfaktischen Zeitalter ist Qualitätsjournalismus offenbar wieder gefragt: Die Ergebnisse der neuesten repräsentativen Erhebung des Verbandes der Kommunikationsagenturen GPRA zeigt ein wachsendes Vertrauen in etablierte Wirtschaftsmedien und Tageszeitungen. Blogs und Online Werbung werden von den Verbrauchern hingegen als wenig vertrauenswürdig eingestuft.

Starker Vertrauenszuwachs bei Qualitätsmedien

Klassische Wirtschaftsmedien und etablierte Tageszeitungen werden am vertrauenswürdigsten eingestuft – so ein Ergebnis des aktuellen GPRA Vertrauensindex. 83 Prozent der Befragten bringen dem „Handelsblatt“ das stärkste Vertrauen entgegen – im Vergleich zur letzten Befragung im März 2012 ein Plus von 25 Prozent. Auf Platz zwei landet die „Süddeutsche Zeitung“ mit 79 Prozent (plus 11 Prozent), dicht gefolgt von der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ mit 78 Prozent (plus 7 Prozent) und der „Wirtschaftswoche“ mit 76 Prozent (plus 21 Prozent).

„Es ist schon bemerkenswert, dass das Vertrauen vor allem in die klassischen Wirtschaftsmedien in den letzten vier Jahren so massiv gestiegen ist“, sagt Uwe A. Kohrs, Präsident der GPRA. „In Zeiten von Fake News und der Diskussion um Lügenpresse scheint es derzeit ein erhöhtes Bedürfnis nach Orientierung und valider Berichterstattung zu geben. Und diese finden die Verbraucher offenbar bei den etablierten Qualitätsmedien.“

Kundenmagazine wie „DB Mobil“ und „Lufthansa Magazin“ sowie die privaten Sender rangieren weit hinten im Vertrauensindex. Den letzten Platz belegt die „BILD“- Zeitung mit 17 Prozent – ein Verlust von 13 Prozentpunkten im Vergleich zu 2012.

Misstrauen in Online Werbung

Empfehlungen von Bekannten und Verwandten liegen ganz klar vorne: 84 Prozent aller Befragten vertrauen Werbebotschaften von Menschen, die sie kennen.
Über die Hälfte (54 Prozent) sagen, dass sie Anzeigen in Printmagazinen vertrauen. Bemerkenswerterweise vertrauen aber nur 16 Prozent der Befragten der  Werbung auf Internetseiten. Auch der Berichterstattung von Bloggern vertrauen nur 24 Prozent der Befragten. Corporate Publishing Produkte wie DB Mobil oder Lufthansa Magazin werden von einem Großteil (39 Prozent) überhaupt nicht gekannt; 27 Prozent sagen, dass sie diesen nicht vertrauen.

Über den GPRA-Vertrauensindex
Der GPRA-Vertrauensindex gibt regelmäßig einen repräsentativen Status Quo der Vertrauensentwicklung in der deutschen Bevölkerung. Auf Basis der Differenzierung nach Vertrauensdimensionen gibt er einen Überblick des Vertrauens der deutschen Bevölkerung in Unternehmen aus leistungsstarken Branchen der deutschen Wirtschaft. Die Erhebung von November 2016 erfolgte über die Befragung von 1.009 Personen im Zeitraum vom 17. bis 24. November 2016. Das Meinungsforschungs- und Beratungsinstitut MENTE>FACTUM von Klaus-Peter Schöppner hat die Befragung durchgeführt.

Über die GPRA e.V.
Die GPRA e.V. ist seit 1974 der Verband der führenden Kommunikations- und
PR-Agenturen Deutschlands und hat ihren Sitz in Berlin. Mit strengen Aufnahme-kriterien und hohen Anforderungen an ihre Mitglieder setzt sie Standards in der
PR-Branche und fördert den Austausch zwischen den Mitgliedern und Meinungs-bildnern. Die GPRA repräsentiert 36 Agenturen mit circa 2.500 Mitarbeitern und einem Marktanteil von fast 50 Prozent. GPRA-Präsident ist Uwe A. Kohrs.

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