Mit dem Smartphone kann man neuerdings auch Fische fangen. Aber bei aller Digitalisierung sollten Angler nicht vergessen, “vom Dorsch her” zu denken. Das gilt auch für Marketingentscheider inmitten der digitalen Transformation.

Ein ungewöhnlicher Einwurf von achtung! Agenturchef und Ostsee-Angler Mirko Kaminski.

Den Dorsch verstehen

Ich bin auf Fehmarn geboren und auch heute fast jedes Wochenende auf der Insel. Meine Lieblingsbeschäftigung ist dann, gemeinsam mit Sohnemann zu angeln. Wir angeln Schollen und pilken auf Dorsch. Beim Pilken bewegt man die Angelrute auf und ab und ahmt so mit einem an der Sehne hängenden glitzernden Metallstück die Bewegungen eines kranken Herings nach.

Der Dorsch glaubt an einfache, schnelle Beute, beißt zu, wenn es für den Angler gut läuft, und hängt am Haken. Bereits mein Vater hat auf und vor Fehmarn gepilkt. Und er baute sich seine Pilker noch selbst. Aus Stahl.

Das macht man heute nicht mehr. Im Angelladen gibt es alle Arten von Pilkern. Große, mittlere, kleine. In verschiedensten Farben. In unterschiedlichsten Formen. Ganze Wände hängen voll mit Pilkern. Pilker sind ein Geschäft geworden. Und eine kleine Wissenschaft. Mich haut um, welche Angelinnovationen derzeit von so vielen Angelmarken und Start-ups auf den Markt gebracht werden.

Da gibt es zum Beispiel Deeper, das App-gesteuerte “Fish Finder”-Sonar. Man wirft eine Schwimmkugel ins Wasser, und auf dem Smartphone werden die Fische unterhalb der Kugel angezeigt. Angeln ganz einfach: Aufs iPhone gucken und zum Schwarm hinrudern.

“The Fish Call” ist noch so eine Tech-Innovation für Angler – schwimmt an der Wasseroberfläche und lockt die Fische mit rhythmischen Vibrationen an. Warum noch auf den Dorsch warten, wenn man ihn rufen kann? Das ist übrigens ein Kickstarter-Projekt, falls jemand noch nach einem vielversprechenden Investment suchen sollte.

Eine weitere, tolle Erfindung für Angler: “Underwater Fishing Cams”. Die kleine Kamera wird an der Sehne vor dem Köder befestigt, so dass man live zusehen kann, wenn der Dorsch anbeißt. Hammer! All diese Innovationen können helfen, mehr

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