DRPR legt Doppeljahresbericht für 2010/2011 vor

Thursday 24. May 2012
24.05.2012
DRPR legt Doppeljahresbericht für 2010/2011 vor

Schwerpunkt: Verdeckte PR

Der Doppeljahresbericht für 2010/11 zeigt, dass Transparenz und Absenderklarheit im Internet besonders wichtige Herausforderungen für die Branche sind. Dies bildet sich in der Spruchpraxis des Rats in den letzten zwei Jahren deutlich ab. Große Aufmerksamkeit kam im Berichtszeitraum dem gerügten Fall „Tramp a Benz“ zu. Auf die Feststellung eines klaren Verstoßes gegen das Transparenzgebot durch u.a. die Agentur Jung von Matt und das Unternehmen Mercedes Benz folgte eine breite Diskussion in der Branche über Transparenz in der Online-Kommunikation und die Möglichkeiten und Herausforderungen moderner PR-Regelwerke.

Solche modernen Regelwerke hat der DRPR in 2010/11 mit der Verabschiedung der Onlinerichtlinie und vollständig überarbeiteten Schleichwerbungsrichtlinie der Branche zur Verfügung gestellt. Diese sollen 2012 durch einen modernen Deutschen Kommunikationskodex ergänzt werden, dessen Entwurfsfassung der DRPR Anfang des Jahres vorstellte. Am 19. Juni wird über den Kommunikationskodex im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in Berlin diskutiert.

Zusammenfassend unterstrich der DRPR mit seiner Arbeit in den Jahren 2010/11, dass verdeckte PR – unabhängig vom Kanal einer Botschaft – mit den einschlägigen Kodizes und Richtlinien der Kommunikationsbranche unvereinbar ist. Weitere Fälle, mit denen sich der Rat auseinandersetze, beschäftigten sich mit Schleichwerbung und mangelnder Transparenz in der Finanzkommunikation.

Mehr Informationen: www.drpr-online.de

 

Über den Deutschen Rat für Public Relations:
Der Deutsche PR-Rat wurde 1987 als Organ der freiwilligen Selbstkontrolle der in Deutschland tätigen PR-Fachleute gegründet. Der DRPR hat kommunikatives Fehlverhalten gegenüber der Öffentlichkeit zu ahnden und ist darin eine dem Deutschen Presserat und dem Deutschen Werberat vergleichbare Institution. Wie die anderen Räte spricht er öffentliche Rügen und Mahnungen aus, erlässt Verhaltensrichtlinien und nimmt zu kommunikativen Fehlentwicklungen in der Öffentlichkeit Stellung. Trägerverbände sind die Deutsche Public Relations Gesellschaft e.V. (DPRG), die Gesellschaft Public Relations Agenturen e.V. (GPRA), der Bundesverband deutscher Pressesprecher (BdP) und die Deutsche Gesellschaft für Politikberatung e.V. (de'ge'pol). Im Februar 2012 haben diese den Trägerverein des Deutschen Rates für Public Relations (DRPR) e.V. gegründet, um die Arbeit des DRPR juristisch und finanziell nachhaltig zu sichern.

 

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