
Der Universitätsprofessor für Kommunikationswissenschaften gehört dem DRPR seit 1995 als Mitglied an. Seine Wahl zum Ratsvorsitzenden erfolgte einstimmig (bei Enthaltung des Kandidaten). Vorgänger Richard Gaul, langjähriger Kommunikationschef der BMW AG München, kandidierte nicht für eine zweite Amtszeit.
Matthias Rosenthal (48), Geschäftsführer und Gesellschafter von KOOB Agentur für Public Relations GmbH, wurde erneut zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Rosenthal begleitet dieses Amt seit 2005 und ist seit 1999 benanntes Ratsmitglied der GPRA.
Als wichtiges Ziel in nächster Zeit hob der neue Ratsvorsitzende, neben der Bearbeitung offener und neuer Fälle, die weitere Professionalisierung der Ratsarbeit hervor. Ratsvorsitzender Günter Bentele: „Mit der Trägervereinsgründung Anfang des Jahres, der neuen Struktur der Beschwerdeausschüsse des Rats und dem Deutschen Kommunikationskodex als modernes Regelwerk für ethische Kommunikation aller Formen von Public Relations bekommt die freiwillige Selbstkontrolle dieser Branche einen Professionalisierungsschub“.
Über den Deutschen Rat für Public Relations:
Der Deutsche PR-Rat wurde 1987 als Organ der freiwilligen Selbstkontrolle der in Deutschland tätigen PR-Fachleute gegründet. Der DRPR hat kommunikatives Fehlverhalten gegenüber der Öffentlichkeit zu ahnden und ist darin eine dem Deutschen Presserat und dem Deutschen Werberat vergleichbare Institution. Wie die anderen Räte spricht er öffentliche Rügen und Mahnungen aus, erlässt Verhaltensrichtlinien und nimmt zu kommunikativen Fehlentwicklungen in der Öffentlichkeit Stellung. Trägerverbände sind die Deutsche Public Relations Gesellschaft e.V. (DPRG), die Gesellschaft Public Relations Agenturen e.V. (GPRA), der Bundesverband deutscher Pressesprecher (BdP) und die Deutsche Gesellschaft für Politikberatung e.V. (de'ge'pol). Im Februar 2012 haben diese den Trägerverein des Deutschen Rates für Public Relations (DRPR) e.V. gegründet, um die Arbeit des DRPR juristisch und finanziell nachhaltig zu sichern.