Berlin, 18.7.2018 ­– Lebensphasen-orientierte Arbeitszeitmodelle und leistungsgerechte Bezahlung: Das und mehr gehört bei den Mitgliedern der Gesellschaft der führenden PR- und Kommunikationsagenturen (GPRA) zum etablierten Standard. Was das Arbeitsumfeld bietet, wie Leistung dort belohnt wird und welchen Stellenwert das Personal hat, zeigt der Report GPRA-Agenturen als Arbeitgeber. Er wertet eine Ende 2017 durchgeführte Untersuchung unter allen GPRA-Agenturen aus.

Lebensphasen-orientierte Personalarbeit

Agenturen als Durchlauferhitzer für junge Mitarbeiter? Die Nachtschicht-Pizza als Kulturelement? Mit der Realität haben diese Agentur-Legenden nichts zu tun. Agenturen verstehen sich als moderne Arbeitgeber, die im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter Flexibilität und Freiräume großschreiben.

So zeigt sich, dass flexible Arbeitsmodelle unter GPRA-Mitgliedern weit verbreitet sind: 79 Prozent bieten Ausgleichstage oder Gleitzeitregelungen an, um Überstunden nach Spitzenzeiten direkt auszugleichen. Ähnlich viele ermöglichen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Home-Office zu arbeiten. 32 von 33 Agenturen besitzen zudem Teilzeitregelungen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können dadurch je nach persönlicher Lebenssituation flexibel nach einer Elternzeit oder Pflegezeit wieder einsteigen.

Stabile Beschäftigungsverhältnisse

Dass die Arbeitsbedingungen und das Umfeld stimmen, zeigt auch der Blick auf die Verweildauer der Mitarbeiter: Sie liegt bei durchschnittlich 4,6 Jahren. Über ein Drittel bleibt rund drei Jahre, ähnlich viele bleiben 5 bis 6 Jahre.

Trainees verlassen ihre erste Agentur nach ihrer Ausbildung im Schnitt erst nach 2,7 Jahren. Für GPRA-Agenturen stellen Traineeprogramme und Volontariate einen wesentlichen Eckpfeiler der strategischen Personalarbeit dar. Die von der GPRA verabschiedeten Trainee-Standards unterstreichen die Relevanz eines befähigenden Berufseinstiegs in die Branche.

Leistung lohnt sich

Im Unterschied zu anderen Untersuchungen listet der Report nicht nur die durchschnittlichen Vergütungen auf, sondern zeigt auch, wie sie sich nach der erreichten Erfahrungsstufe unterscheiden. So verdienen Junior Berater bei GPRA-Mitgliedern zwischen 30.000 und 34.900 Euro (Jahresbrutto ohne Boni), Senior Berater (ab 6 Jahre Berufserfahrung) 50.000 bis 59.900 Euro (Jahresbrutto ohne Boni).

Leistungsabhängige Gehaltsbestandteile zählen bei über zwei Dritteln der Agenturen zum Standard. Boni, die sich nach dem Jahresergebnis richten, sind bei vier von fünf Agenturen üblich – und entsprechen im Schnitt 1,18 Monatsgehältern.

Zusatzleistungen und Gesundheitsmanagement gehören zum Gesamtpaket

Ein ordentliches Gehalt ist wichtig, aber nicht alles. Agenturen bieten vor allem Handfestes: Maßnahmen zur Altersvorsorge, Zuschüsse zu den Fahrtkosten oder zur Kinderbetreuung. Freie Getränke gehören dabei zum absoluten Mindeststandard in Agenturen.

Wichtige Impulse zur Gestaltung von Erholungsphasen im Arbeitsalltag bieten Agenturen mit unterschiedlichen Angeboten im Gesundheitsmanagement. Diese reichen von Gesundheitsprogrammen in der Mittagspause über Massagen bis zu Fitnessangeboten.

„Die Untersuchung zeigt, dass unsere Mitglieder vorbildliche Rahmenbedingungen für das Arbeiten in Agenturen geschaffen haben und sich damit als moderne und professionelle Arbeitgeber positionieren“, sagt Alexandra Groß, stellvertretende Präsidentin der GPRA und verantwortlich für die Personalthemen im Verband. „Einmal mehr unterstreichen die Ergebnisse, dass Agenturen ein dynamisches Arbeitsumfeld bieten, welches den Wünschen und Ansprüchen der Arbeitnehmer entgegenkommt. Wir sind sehr stolz auf die hochwertige Personalarbeit unserer Mitglieder – vor allem auch darauf, welchen Stellenwert ein zeitgemäßes Arbeitgeberimage bei ihnen einnimmt.“

Den vollständigen Report mit Detailinformationen und Grafiken können Sie hier abrufen.