DRPR stärkt demokratische Grundsätze in der politischen Kommunikation

Berlin, 03.09.2026 – Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) hat seine „Richtlinie zur Kontaktpflege im politischen Raum“ um ein ausdrückliches Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung ergänzt. Künftig wird in der Präambel als weitere Voraussetzung für professionelle politische Kommunikation festgehalten:

„… die Achtung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung und aller ihr zugrunde liegenden Prinzipien die Grundlage aller politischen Arbeiten bildet.“

Mit der Ergänzung unterstreicht der DRPR die besondere Verantwortung von Public Affairs-Professionals sowie Lobbyist:innen im demokratischen Prozess. Politische Kommunikation lebt vom Austausch unterschiedlicher Interessen, Positionen und Auffassungen. Voraussetzung dafür ist ein gemeinsamer demokratischer Ordnungsrahmen.

„Professionelle politische Kommunikation findet nicht im luftleeren Raum statt. Sie ist Teil demokratischer Willensbildung und trägt damit auch Verantwortung für die Grundlagen, auf denen dieser Austausch stattfindet. Mit der Ergänzung machen wir ausdrücklich deutlich, was für unseren Berufsstand selbstverständlich sein sollte. Die freiheitliche demokratische Grundordnung ist die Grundlage verantwortungsvoller politischer Kommunikation“, sagt Prof. Dr. Alexander Güttler, Vorsitzender des Deutschen Rates für Public Relations.

Die Ergänzung knüpft an die bestehenden Grundsätze der Richtlinie an. Diese verpflichtet Public-Affairs-Professionals und Lobbyist:innen bereits zu Transparenz, Redlichkeit, Wahrhaftigkeit und professionellem Verhalten. Mit der Erweiterung wird die Wahrung demokratischer Grundprinzipien ausdrücklich in diesem berufsethischen Rahmen verankert.

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Prof. Dr. Alexander Güttler (ab September 2026)

Stellvertretung: Stefan Watzinger

Über den DRPR

Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) ist das Organ der freiwilligen Selbstkontrolle für das Berufsfeld Public Relations. Der Rat wird rechtlich und ideell von der Deutschen Public Relations Gesellschaft e.V. (DPRG), dem Bundesverband der Kommunikatoren e.V. (BdKom) und der Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA) im Trägerverein des Deutschen Rates für Public Relations e. V. getragen.

Die Ratsmitglieder sind unabhängige Branchenexpert:innen aus Unternehmen, Verbänden, Agenturen und anderen Organisationen. Sie handeln allein ihrem Gewissen verpflichtet sowie in Verantwortung gegenüber dem gesamten Berufsfeld.

Der DRPR beobachtet das Berufsfeld kritisch, entwickelt kommunikative Normen und benennt auf dieser Grundlage Fehlverhalten in der öffentlichen Kommunikation. Er wird entweder auf Basis von eingereichten Beschwerden oder in Eigeninitiative tätig. Mahnungen und Rügen sind wohlbegründete, im Rat mehrheitlich abgestimmte Meinungsäußerungen und nicht mit Gerichtsurteilen gleichzusetzen.

Seit dem 1. Januar 2026 ist der Deutsche Rat für Public Relations e. V. offiziell als gemeinnütziger Verein anerkannt. Ein besonderes Anliegen des DRPR ist es, Kodizes und Richtlinien frühzeitig als festen Bestandteil beruflicher Qualifikation zu vermitteln. Deshalb engagiert er sich aktiv in der Aus- und Weiterbildung.

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