Employer Branding muss wehtun

Alexander Güttler, Gründer der GPRA Agentur komm.passion im Gespräch mit Christiane Schulz zum Thema Employer Branding. Er sagt: „Employer Branding muss auch nicht gefallen.“

In der neunten Folge des Podcasts Kommunikationscafé spricht Christiane Schulz mit Alexander Güttler, Gründer der Hamburger Agentur komm.passion, zum Thema Employer Branding und darüber, wie Unternehmen Mitarbeiter finden, die wirklich zu ihnen passen. Alexander Güttler ist Herausgeber verschiedener Dossiers, wie zuletzt unter dem Titel Employer Branding muss wehtun.

Erfolgreiches Employer Branding erfordert eine genaue Analyse des eigenen Unternehmensprofils und dessen, was Bewerber erwarten können. Denn letztendlich sind Unternehmen nicht nur auf der Suche nach den besten Mitarbeitern, sondern nach denjenigen, die am besten passen. Dafür müssen sie ihre Zielgruppe klar definieren und sich bewusst abgrenzen, sagt Güttler. Die Mitgliedsagentur komm.passion kommuniziert zum Beispiel insbesondere ihre Organisationsstruktur und die Art der Zusammenarbeit, die agil lateral ausgestaltet ist. Spaß am selber machen und ein hohes Maß an eigenständigem Arbeiten sind wichtige Aspekte, die bei der Bewerberauswahl berücksichtigt werden müssen, damit die Zusammenarbeit möglichst für beide Seiten von Dauer ist.

Als Bestandteil des Markenkerns hat Employer Branding eine edukative und eine emotionale Seite, erläutert Alexander Güttler. Neben dem konkreten Gehalt, den Weiterbildungsmöglichkeiten und Arbeitszeiten spielen emotionale Aspekte bei der Wahl des Arbeitsplatzes für die Kandidaten ebenfalls eine Rolle. So müssen auch die Unternehmenskultur, die Organisationsstruktur und beispielsweise die Kundenprojekte in der Agentur zu den Erwartungen und Anforderungen der Bewerber passen. Jedes Unternehmen sollte beides berücksichtigen und eine klare Kante zeigen, um die besten Mitarbeiter zu finden. Schwachstellen sieht er hier häufig eher auf der emotionalen Seite, die oft nicht so stark ausformuliert wird wie die andere. Viele Unternehmen stellen beispielsweise Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten schon gut nach außen dar.

Bei der Frage nach dem Berufseinstieg empfiehlt Alexander Güttler Absolventen, nicht starr nach Unternehmen oder Agentur zu differenzieren, sondern sich zu informieren, wo man als Berufsanfänger am meisten lernen kann. Wenn auch Agenturen aus seiner Sicht durch die Arbeit auf verschiedenen Kundenprojekten vielfältigere Möglichkeiten bieten. Ein Wechsel auf die jeweils andere Seite kann zu einem späteren Zeitpunkt immer noch erfolgen.

Für den Aufbau einer eigenen Arbeitgebermarke empfiehlt er, zunächst die eigene Marke zu definieren, die den Mitarbeitern und Bewerbern dann möglichst emotional und abgrenzungsfähig kommuniziert werden sollte. Ergänzend muss auch eine Übersicht mit den konkreten Leistungen zur Verfügung stehen, die alle Fakten zur Arbeitsstelle enthält.

Feedback, Anmerkungen, Hinweise zum Podcast an info@gpra.de und auf Twitter und Facebook @GPRA sowie an @guettler_kp

Das Dossier von komm.passion zum Thema finden Sie hier.

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