W&V hat acht Trendthemen von 2017 identifiziert, die auch im neuen Jahr die Werbebranche beschäftigen werden.

Von Allianzen bis Alexa, von Einhörnern bis Influencern: W&V hat in der aktuellen Ausgabe acht Trendthemen von 2017 identifiziert, die die Werbebranche auch im neuen Jahr beschäftigen werden. Drei Trends stellen wir online ausführlicher vor.

Kampf um die Mitarbeiter

Agenturen, Medien, Unternehmen. In unserer alternden Gesellschaft haben alle dasselbe Problem: Sie tun sich schwer mit dem Nachwuchs. Also wird einiges geboten. Die Jungen aber brauchen keinen Kicker im Frühstücksraum, sondern Perspektiven und die Gewissheit, das Richtige zu tun.

Teilzeit, Home, Flexi-Office, ein schicker Arbeitsplatz und Work-Life-Balance. Ge­hören inzwischen zum Standard, wollen ­Arbeitgeber junge Leute, Talente generell in ihre Firmen locken. Die größten Sorgen haben Agenturen: Es fehlt an Textern, UX-Designern, Technikern und anderen mehr.

Und so buhlen sie mit allen Mitteln um Arbeitnehmer – mit reichhaltigem Frühstücksbuffet, Duschen für alle, dem schnellen Agenturrad, inspirierenden Ruhe­räumen, Bier nach vier, einer exakt austarierten Hunde-Policy, dem obligaten Kicker und nicht zu vergessen: einem umfangreichen Fitnessprogramm. Nutzt aber alles nichts! Denn gerade die Jungen interessieren sich inzwischen eben mehr für Onlinebutzen denn Agenturen, Incentives hin oder her. Startups sind die neue Werbung, da überzeugt in diesen Tagen im Kern schon mal das Produkt.

Dabei haben auch alle anderen etwas zu bieten: Unternehmen, Medien und Agenturen wandeln sich im Zuge der digitalen Transformation. Neue Produkte und Geschäftsmodelle entstehen am laufenden Band. Agenturen erzählen noch die passende Geschichte dazu. Allein sie verkaufen sich schlecht. Personalberater sagen: Die Generation Y will etwas lernen, sich beruflich und persönlich weiterentwickeln und schnell Verantwortung übernehmen. Sie sucht dafür ein Arbeitsumfeld, das sie in­spiriert und ihr die Freiräume dafür lässt.

Agenturen sind dafür prädestiniert, wie eine Studie zur Employer-Branding-Kampagne „Komm in die Agentur“ beweist. Die haben die Branchenverbände GPRA, GWA, BVDW, Famab, CMF und OMG Anfang 2017 zum ersten Mal aufgelegt und dazu gleich ein Agentursurfing für Praktikanten angeboten. Es war eine gute, wegweisende Idee. Sechs Agenturen in drei Monaten. Die Teilnehmer waren überrascht, wie kreativ die Arbeit dort sein kann, wie vielseitig und kurzweilig. Die lockere Atmosphäre unter den Kollegen wird gelobt und natürlich, dass es abends auch mal ein Bier gibt. Die ersten Surfer haben sich bereits um einen Job beworben, andere können es sich gut vorstellen, laut Umfrage 75 Prozent. 2018 soll es mit der Kampagne wei­tergehen.

Die wirklichen Treiber für die Jobsuche junger Leute sind also durchaus inhaltsgetrieben. Man muss den Nachwuchs nur abholen. An den (Einstiegs-)Gehältern freilich dürften die Agenturen noch ein bisschen drehen, auch Medien übrigens. Die Bezahlung ist unterdurchschnittlich, wie der jüngste Gehalts-Check von W&V zeigt. Aber das sieht bei Startups ganz ähnlich aus. Zeit umzudenken! cob
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