Auf der Suche nach einer Kreativagentur hat sich die Deutsche Klassenlotterie Berlin (DKLB) nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Das zumindest findet der von der GPRA ins Leben gerufene Pitchblog. Er kritisiert die DKLB wegen ihres “intransparenten” und “kreativfeindlichen” Ausschreibungsverfahrens.

Der Pitchblog kritisiert an dem Verfahren vor allem die hohen Arbeitsanforderungen. Laut Ausschreibungsbedingungen seien die Agenturen nämlich aufgefordert gewesen “mindestens ein Konzept, maximal zwei Konzepte” zu neun Themenbereichen einzureichen. “Klar, dass Agenturen sich hier veranlasst sehen müssen 18(!) Konzepte einzureichen, um überhaupt eine Chance zu haben”, heißt es im Pitchblog.

Und selbst dann seien die Gewinnchancen nicht gleich verteilt. Die Arbeiten werden nämlich nicht inhaltlich sondern allein auf Grundlage der Anzahl eingereichter Konzepte bewertet. Wenn jeder – wie zu erwarten wäre -18 Konzepte einreicht, hat jeder Teilnehmer die gleiche Punktzahl. Um dann überhaupt eine Entscheidung treffen zu können, bewerte die DKLB zusätzlich “besonders kreative und innovative Maßnahmen”. Dieser Passus sei “völlig intransparent”, so der Pitchblog.

Und zu guter Letzt: Wie es mit den vier ausgewählten Agenturen schließlich weitergeht, verraten die Ausschreibungsunterlagen nicht. Die DKLB äußert sich nicht dazu, wie der Sieger ermittelt wird. Das Fazit des Pitchblogs: “Unverhältnismäßig, intransparent, kreativfeindlich. Dann doch lieber Lottospielen. Da weiß man gleich, dass die Chancen auf einen Gewinn gering sind.”

Der Artikel wurde veröffentlicht unter: www.horizont.net

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