Wiesbaden und Kaiserslautern, 27.09.2018. Wie profitiert das HR-Management von der Digitalisierung? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Kommunikationsagentur Fink & Fuchs und das Institut für Technologie und Arbeit e.V. (ITA) im Rahmen ihrer kürzlich geschlossenen Kooperation. Zusammen haben sie den „HRM Readiness Check Digitalisierung“ entwickelt. Der Readiness Check hilft Unternehmen dabei, zeitgemäße Strategien im Personalbereich für eine zunehmend digitalisierte, virtualisierte und kollaborative Arbeitsumgebung zu entwickeln.

Es entsteht eine Kluft zwischen Unternehmen, die Zukunftstechnologien heute schon wirtschaftlich erfolgreich im Human Ressource Management einsetzen und Unternehmen, die noch nach Lösungen suchen. Der von ITA und Fink & Fuchs entwickelte Readiness Check setzt genau hier an: HR-Vertreter erhalten nach einer Selbstbewertung und dem Vergleich mit anderen Teilnehmern eine individuelle Standortbestimmung in Sachen Digitalisierung. Auf dieser Grundlage lassen sich praxisnahe Strategien für die Digitalisierung des HR-Bereichs entwickeln und Potenziale erschließen.

Digital Change Agents – die neue Rolle der HR
Für das Personalmanagement werden die Auswirkungen der Digitalisierung zunehmend erlebbarer: Unter dem Stichwort Affective Computing dringt die Künstliche Intelligenz (KI) in die ureigene Domäne der HR ein – den zwischenmenschlichen Dialog. Wie können Personalfachleute mit dieser Herausforderung umgehen? „Die Akzeptanz für virtuelle Gesprächspartner nimmt zu, Mensch und Maschine nähern sich an. Gleichzeitig schrecken mögliche Zukunftsszenarien viele Mitarbeiter ab. Daher braucht Digitalisierung Führung und Motivation“, erklärt Professor Dr. Klaus J. Zink, wissenschaftlicher Leiter des ITA mit Sitz in Kaiserslautern. „Gefragt sind Digital Leader und Digital Manager, die als Wegweiser und Netzwerker die Prozesse im Unternehmen zusammenführen. Das fängt bei dem HRM an.“

Für die Umgestaltung der Arbeitswelt und die Umsetzung von Innovationsprozessen ist die Einbindung der Beschäftigten von zentraler Bedeutung. Viele Arbeitnehmer wissen aber heute noch nicht, welche Fähigkeiten sie in Zukunft brauchen und wie sie sich diese aneignen sollen. Vor diesem Hintergrund ist es ganz normal, dass Menschen zunehmend verunsichert sind und Veränderungen kritisch oder gar ablehnend gegenüberstehen. „Nicht jeder Mitarbeiter erkennt die Chancen der Digitalisierung und findet Ansprechpartner für seine Belange.“, erläutert Michael Grupe, Vorstand der Kommunikationsagentur Fink & Fuchs. „HR sollte daher eine aktive Rolle als Digital Change Agent einnehmen. Eine fundierte Kommunikation und Moderation des digitalen Wandels sind der Schlüssel für den Erfolg. Sie basieren auf dem geschickten Wechselspiel aus Routine und Neugier, um Menschen die Potenziale zu vermitteln und Strukturen nachhaltig zu verändern.“

Zukunft gestalten – mit dem HRM Readiness Check
Mit dem HRM Readiness Check kann das Personalmanagement von Unternehmen den eigenen digitalen Reifegrad analysieren. Der Check geht dabei auf Strukturen, Systeme sowie Arbeits- und Denkweisen im Unternehmen ein und zeigt Handlungsoptionen für das HR-Management auf. Der Check ist zweistufig aufgebaut (Quick-Check / Deep-Check) und liefert Erkenntnisse über die Digitalisierungseffekte eines Unternehmens in den Bereichen Strategie, Kultur, Kommunikation, Führung + Mitarbeiter, Prozesse + IT sowie HR als Digital Change Agent. Die Ergebnisse werden individuell aufbereitet und dargestellt. Darauf aufbauend gibt es erste Termine für Benchlearning Workshops in Ludwigshafen und Wiesbaden sowie erweiterte Angebote zur Umsetzung passgenauer Lösungsstrategien.

Mehr zum HRM Readiness Check und dem kostenfreien Quick-Check unter www.hrm-digital.de oder über hrm-digital@ita-kl.de